Fernsehen bis zum Lebensabend ? Bestatter wollen Trauerkanal gründen

Digitale Grabsteine in den Niederlanden (siehe Posting ?Bilder-Slideshow auf dem Grabstein?) und ein Trauerkanal in Deutschland.

 

Noch in diesem Jahr wollen deutsche Bestatter den Trauersender EosTV gründen. Finanzieren will sich der Sender unter anderem über filmische Nachrufe auf Verstorbene. Neben diesen Nachrufen soll sich das Programm aus Dokumentationen über Friedhöfe, Reportagen über Trauerrituale und Informationssendungen zum Thema Beerdigung und Grabpflege zusammensetzen. ? Also kurz: alles was mit Sterben, Friedhof und Trauer zu tun hat. Zielgruppe des Senders sind ältere Menschen ? was nicht sonderlich verwundert, aber dennoch ein wenig makaber anmutet.

Quelle: der Standard

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7 Gedanken zu „Fernsehen bis zum Lebensabend ? Bestatter wollen Trauerkanal gründen

  1. Oh nein, wie schrecklich! Da kriegt man ja Depressionen, wenn man da nur zufällig reinzappt. Bin mal gespannt ob dieser Trauersender Erfolg haben wird. Wundern würde es mich nicht, wenn er sich in der Generation 70+ als Pflichtsender etabliert. Was das Fernsehen betrifft wundert mich schon lange nichts mehr…

  2. Ein eigener Sender nur übers Sterben? Fragt sich, wie lange solch ein Sender für Zuschauer „attraktiv“ bleiben wird, wenn dies überhaupt das passende Wort dafür ist.
    Den ganzen Tag Nachrufe und Dokumentationen über Friedhöfe? Hört sich nach einem sehr abwechslungsarmen, deprimierenden Programm an (Als ob es Sender mit diesen Eigenschaften nicht schon gäbe…) Fraglich bleibt wohl auch ob die Zielgruppe aus der älteren Bevölkerungsschicht es da nicht lieber vorzieht weiterhin persönlich auf den Friedhof zu gehen?

  3. Für Menschen, die gerade trauern, ist dieser Sender bestimmt eine Hilfe.
    Aber wie darf man sich das Programm auf lange Sicht vorstellen?
    Sooo viel neue Grabsteinkollektionen gibt es ja nun auch nicht. Und das mit der Grabpflege geben ja viele in Auftrag, weil sie selbst nicht die Zeit dazu haben oder keine Lust.

    Das Thema könnte neben Senioren auch den einen oder anderen Grufti, spirituelle Menschen, und zufällig Interessierte ansprechen…Davon gibt es ja schon viele.

  4. Ich habe auch irgendwo darüber gelesen und da stand auch, dass der Kanal nur übers Internet zu empfangen sein soll. Fraglich ist, wie viele ältere Menschen, die ja die Zielgruppe sein sollen, das Internet nutzen.

  5. Will man wirklich eine solche Reichweite bei dem Tot eines Angehörigen haben?! Will man viele Menschen an einem so traurigen Moment teilhaben lassen?! Und wer will den Nachruf von Verstorbenen hören, die er nicht einmal kennt?! Um sich abzuschauen, wie man Nachrufe aufbereitet?! Für mich klingt das relativ schlecht finanzierbar, so dass es hoffentlich scheitern wird. Das Thema Sterben ist ja ein wichtiges, nur gibt es doch „super tolle“ Drittsendungen, die solche Thematik einmal aufgreifen könnten, anstatt einen ganzen Sender damit füllen zu wollen. Dorthin sollte sich der Bund Deutscher Bestatter einmal wenden…

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