Stilles Loblied auf das Epaper
geschrieben von Michael Schnitzler in Allgemeines, Internet, Printmedien, ZeitungskriseKommentar schreibenDie zeitungsspezifischen Medienthemen sind derzeit rar (oder ich benutze ausschließlich nicht aktuelle Newskanäle?!). Daher möchte ich ein Thema aufgreifen, zu dem mich die Meinungen anderer einmal interessieren würden…
Es geht um die elektronische Zeitung, kurz “Epaper” genannt. Ob überregionale Zeitungen wie SZ, FAZ, FR oder Regionalzeitungen wie der Trierische Volksfreund – Epaper hat mittlerweile das Gros der Zeitungen online im Angebot. Bei manchen Zeitungen – etwa bei der SZ und beim TV – ist das Epaper auch für Abonnenten exklusive, diese müssen einen Aufpreis zahlen, um ihre Zeitung auch am PC lesen zu können; andere, etwa die FR, bieten ihren Abonennten das Epaper kostenlos an – schließlich unterscheiden sich die Online-Inhalte auch nicht von denen im Blatt.
Eine Zeitung ausschließlich online als Epaper zu lesen, käme für mich (noch) nicht in Frage (man weiß ja nie…); lesen am Bildschirm ist einfach irgendwann anstrengend. Genau so wenig nutze ich das Epaper, um mir einfach noch einmal in digitaler Form anzusehen, was ich bereits morgens in gedruckter Form gelesen habe (Ausnahme: Artikel, die ich platzsparend als Pdf archivieren möchte).
Der Nutzwert des Epapers liegt für mich viel mehr darin, zusätzliche (lokale) Inhalte lesen zu können. So lese ich in gedruckter Form die SZ und kann mich über das Epaper meiner “Heimatzeitung” – der Kölnischen Rundschau - bequem (hier übrigens, da meine Eltern Abonnenten sind, auch kostenlos) über das lokale Geschene informieren. Find ich klasse!
Meine Fragen an alle: Nutzt ihr Epaper? Regelmäßig? Und in welcher Form?
(Wer noch nie in einem Epaper gestöbert haben sollte, hat die Möglichkeit, sich bei der SZ eine Demo-Epaper-Ausgabe anzusehen!)
5 Kommentare zu “Stilles Loblied auf das Epaper”
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12. June 2007 um 18:43
Ich persönlich nutze Epaper nicht und habe es in der Demoversion jetzt auch zum ersten Mal gesehen. Die Idee des Epapers finde ich allerdings sehr praktisch. Wenigstens geht das ‘durchblättern’ wesentlich einfacher. Zusätzlich zu einer Zeitung würde ich es (wenn kostenpflichtig) jedoch nicht abonnieren. Alternativ könnte ich es mir aber sehr wohl vorstellen, besonders wenn man bedenkt wie oft man ja ohnehin schon mit einem Labtop unterwegs ist, bzw. sein kann.
12. June 2007 um 22:10
Ich hab bisher auch keinen Gebrauch vom Zeitungs-Epaper gemacht, weils für mich einfach keinen Sinn machen würde: Frühstücken tu ich meist hektisch und vorm Frühstücksfernsehen, Zeitung les ich dann an der Bushaltestelle, im Bus, oder vor Seminarsitzungen(nicht in selbigen!), oder in der Mensa. Bei dieser Nutzung der Zeitung als “Nebenbeimedium” wär ein Laptop einfach zu aufwendig(und zu unpraktisch).
Anders würde die Sache mit dem Epaper bei einem anderen E-Paper: dem elektronischen, auf Elektrophorese basierenden. Morgens die Zeitung über UMTS/GPRS aufs Handy laden, dann auf entsprechendes, zusammenrollbares Lesegerät mit einer Auflösung von wenigstens 150 dpi. DANN wäre ich der erste early adopter auf Epaper-Zeitung, denns gibt
Aber ansonsten alles viel zu unpraktisch.
13. June 2007 um 14:39
Ich nutze das FAZ-ePaper und finde es auch eine gute Sache, da ich so immer eine Zeitung habe: Wenn ich zuhause bin die Print-Version, bin ich Trier, lese ich das ePaper. So stapelt sich nirgends die ungelesene Zeitung und ich kann trotz zweier ‘Wohnsitze’ jeden Tag Zeitung lesen.
Das Preismodell verstehe ich trotzdem nicht:
FAZ print kostet für Studenten 16,90. “Solo”, also ohne Print-Abo kostet das ePaper 16,40 — immerhin 50 Cent gespart =)
Schließt man ein Print- & ePaper-Abo ab, zahlt man für beides 19,90. Finde ich insgesamt fair, aber die 50 Cent-Ersparnis beim ePaper-Abo verleiten wohl nur wenige zum (ausschließlich) digitalen Abo. Wenn da mal kein System dahinter steckt
14. June 2007 um 21:28
Zwar habe ich keine Zeitung abboniert und lese deswegen online Zeitung, aber dabei greife ich nicht auf ePaper zurück. Ich klicke mich lieber durch verschiedene Artikel und schaue nicht gern auf ein “starres” ePaper. Beim nicht-interaktiven Lesen bevorzuge ich dann doch die echte Printversion. Die ist sehr viel leichter als das Notebook und hat dabei ihren ganz eigenen “Charme”.
18. June 2007 um 22:23
Bin auch nicht wirklich vom ePaper begeistert. Is vielleicht ne ganz gute Sache, wenn man nicht zum Kiosk kommt, oder sich den Weg zum Altpapier-Container sparen will. Ich finde es nicht nur anstrengend zu lesen, sondern auch so unübersichtlich. Wenn ich eine Zeitung in der Hand halte, kann ich den Umfang viel besser einschätzen als am Bildschirm. Gibt es schon Studien über die Entwicklung der Sehstärke bei ePaper-Lesern????