Digitale Demenz

geschrieben von 00882100 in AllgemeinesKommentar schreiben

Unter Demenz versteht man eine Erkrankung des Gehirns.Wenn jemandem seine eigene Vergesslichkeit nicht auffällt, scheint dies ein Symptom für Demenz zu sein.           Digitale Demenz ist  ein sozialpsychologisches Phänomen und bezieht sich auch auf Vergesslichkeit. Wenn man von digitalen Hilfsmitteln abhängig ist, wird die Merk- oder Rechenfähigkeit nachgelassen. Diese Nachlässigkeit wird als digitalen Demenz oder als Technologie-Amnesie bezeichnet.

Zeichen der digitalen Demenz:

-Namen, Telefonnummern usw. werden in kritischen Momenten nicht mehr erinnert.

-Die eigene Telefonnummer, Ausweisnummer oder Passwörter sind nicht abrufbar.

-Man weiß nicht mehr, was man zum Mittagessen hatte.

Der Zustand des Phänomens ist durch “Gebrauch- Nicht Gebrauch”(use and disuse theory) erklärbar: Heutzutage braucht man sich keine Daten einzuprägen, denn die Daten werden auf Computern oder digitalen Geräten gespeichert. Daraus ergibt sich die digitale Demenz. 

Die koreanische Online-Jobvermittlung Incruit und die Forschungsinstitut Embrain  haben vor kurzem durch eine Umfrage unter 2.030 der Koreanischen Büroangestellten das Phänomen erforscht. Sie fanden heraus, dass sich 1.281 der Befragten als vergesslich oder gedächtnisschwach erwiesen. 261 Befragte gaben als Gründe dafür ihre wachsende Abhängigkeit von Handys, Computern und andere digitalen Geräten an.

 

3 Kommentare zu “Digitale Demenz”

  1. Jaxx sagt:

    Das mit den Telefonnummern kennt wohl jeder von uns. Wer kennt den heute noch alle Nummern seiner Freunde, Verwandten und Bekannten auswendig?!
    Also ich konnte bis vor einigen Jahren so ziemlich jede Nummer mal eben aus dem Gedächtnis abrufen, die ich ein paar Mal gewählt hatte. Der einfache Grund dafür liegt nahe, ich habe noch nicht sehr lange ein Handy und wir hatten zuhause auch kein digitales Telefon mit Rufnummernspeicher. Tja, heute siehts anders aus und ich muss zu meiner eigenen Schande gestehen: sollte meine Handy aus irgendeinem Grund verschwinden, dann hab ich wirklich ein Problem. Vielleicht verliere ich dann ja sogar komplett den Kontakt zu einigen Personen, die nicht in meiner nähe wohnen und von denen sonst auch niemand die Nummer kennt.
    Mmhhh? das bringt mich darauf, vielleicht mal alle Nummern aus meinem Handy irgendwo aufzuschreiben.
    Ob damit das Problem mit dem Vergessen gelöst ist? Wohl kaum.

  2. Catrin Müller sagt:

    Ein Phänomen welches immer häufiger in unserer Gesellschaft auftreten wird. Gerade weil wir nichts mehr selbst behalten müssen und unser Handy uns mit seinen 10000 GB Speicherkapazität zuverlässlich an alles erinnert, verringert sich unserer Hirnleistung. Man könnte hier düsterer utopische Vorstellungen verbreiten, das künstliche Intelligenz die Menschheit, die sich immer mehr zurück entwickelt, bald beherrschen wird. Aber soweit wollen wir mal nicht gehen. Sehen wir es einfach als Erleichterung an, der Mensch hat mehr Platz im Kopf für wichtigere Dinge.

  3. roge2c01 sagt:

    Wenn ich das richtig verstehe, soll also die Möglichkeit Dinge auf elektronischen Medien zu speicher auch Auswirkung auf das Erinnerunsgvermögen bezüglich des Alltagsgeschehens haben. Natürlich nutzen viele Menschen die Option Nummern, Passwörter etc. zu speichern und könnne sie deshalb nicht mehr auswendig. Trotzdem bezweifele ich, dass sie sich deswegen nicht mehr erinnern, was sie am Tag zuvor getan/gegessen haben usw. Ich sehe die Technik eher als bequemen Vorteil und nicht als Gefahr für meine grauen Zellen.

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