Bei der Recherche nach interessanten Themen bin ich dieses Mal auf eine Sache gestoßen, bei der mir zwar klar war, dass so was existieren würde, ich mich aber noch nie näher damit auseinandergesetzt habe: Eine Zeitung für Blinde und Sehbehinderte, ein Widerspruch in sich denkt man zuerst…
“Seit 1989 ist in Lünen die Initiative ZwAR – Zwischen Arbeit und Ruhestand – aktiv.
Menschen im Vor-Ruhestand haben ihr Leben in die Hand genommen, um selbstbestimmt ihren Alltag
zu gestalten – mit eigenen Ideen, mit ihren Kenntnissen und ihren Erfahrungen, mit viel Neugier auf Neues.
So wurde der Vorschlag, eine Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte unter dem Namen Pressegeflüster herzustellen, von der ZwAR-Gruppe begeistert aufgenommen.
Pressegeflüster ist eine Hörzeitung für blinde und sehbehinderte Bürgerinnen und Bürger im Kreis Unna.
Der Informationsschwerpunkt liegt bei Lokalnachrichten aus den Städten Lünen, Selm/Bork/Cappenberg, Bergkamen und Werne. Die Informationen werden von den Lokalzeitungen zur Verfügung gestellt.” (Quelle)
Diese Informationen werden dann von einem Sprecherteam zu einer “HöhrerZeitung” umgewandelt und auf eine Kasette gesprochen (90 Minuten), welche dann 14-tägig für 1,70 Euro im Monat erscheint.
Schade finde ich nur, dass dieses Angbot nur für den Kreis Unna gilt, bzw. wegen den vielen regional Themen nur für diesen Kreis interessant ist. Aber ich denke, dass es solche Angebote auch noch in anderen Teilen Deutschlands gibt. Interessant wäre nur mal zu wissen, in wie weit dieser Service genutzt wird…
2 Kommentare zu ““Pressegeflüster””
Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können.
11. June 2007 um 23:10
Die Rheinzeitung hat damit in Zusammenarbeit mit T-Systems und der FHTW Berlin in 2004 auch experimentiert, aber offenbar wieder aufgegeben – ich konnte jedenfalls keinen Verweis mehr darauf finden.
14. June 2007 um 22:04
Unter http://www.atz-blinde.de/ sind zahlreiche Printmedien aufgeführt, deren inhalte auch gehört werden können. Auch der Fokus und GEO können in der akustischen Version bestellt werden. Eine tolles Angebot, dass auch für Analphabeten interessant sein könnte. Allerdings mangelt es aufgrund der größeren Zeitabstände des Erscheinens an Aktualität. Für aktuelle Themen ist der Rückgriff auf das Radio dann vielleicht vorteilhafter.