Big Brother is watching you! Diese “olle Kamelle” bereitet den meisten Internetnutzern schon lange keine schlaflosen Nächte mehr. Immer weiter und tiefer, immer exzessiver und unbedarfter dringt der User in die Tiefen des www ein, – letzen Endes wird er Teil von ihm.
Jeder Interaufenthalt hinterlässt seine Spuren: Hier ein Seitenklick, da ein Bild in eine Community eingestellt…Man glaubt es nicht: Google hat jüngst eine Software generiert, die es ermöglicht eine Gesichtersuche im Internet zu starten. Das eigene Gesicht -weil getaggt oder in Relation zu den sonstigen auf der Seite befindlichen Informationen gesetzt- wird im Internet ersuchbar! Google avanciert zum Gesichterfinder: Wenngleich das neue Google-Plug-In noch nicht auf dem Markt ist, lassen sich in gewissen Foren Befehle finden, die die Bildersuche in eine Gesichtersuche umwandelt.
Ende des vergangenen Jahres fusionierte Neven Seven mit dem Suchmaschinenmogul Google. Die Firma Neven Vision ist auf die Entwicklung von Gesichtererkennungssoftware spezialisiert: Die jüngste Software vermag es, wie eine Art digitale Schablone, die automatischen Gesichter auf Fotos zu erkennen und zu suchen.
Durch den Einsatz derartiger ausgefeilter Suchmaschinen werden dem Nutzer jedoch nicht nur Vorteile beschert: Schön, wenn man einen lang vermissten Freund endlich im Internet wiederfindet, doch was ist, wenn das Google-Suchfenster mit samt seiner Software für Spionage und Verfolgungszwecke (Staking) Einsatz findet?
Quelle:
Süddeutsche Zeitung, 04.06.07,
Link: http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/596/116480/
P.S: Eine Frage zum Thema:
Ein Kommentar zu “Google und Gesichtererkennung”
Kommentar schreiben
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können.
17. June 2007 um 11:26
[...] Das Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte wurden unter anderem schon hier oder auch hier behandelt und Diskussionen darüber werden wohl immer wieder auftauchen. Aber bei meinem mehr oder weniger täglichen Besuch bei Spiegel Online habe ich ein echtes Schmuckstück entdeckt, welches diese Themen nochmals aufgreift. [...]