Calvin Klein spamt (und noch mal Werbung)

Sie heißen Tomek, Mirjam, Joe, Katharina und Alina, sie sind jung, hübsch, hip, sie sind Freunde, sie bloggen und sie sind nicht echt.

Das Werbeunternehmen Coty Prestige Lancaster Group bestätigte SPIEGEL ONLINE, dass die fünf Internetidentitäten Teil einer Kampagne für ein neues Parfum von Calvin Klein sind. Allerdings erst auf entsprechende Fragen hin. Als Werbung markiert hat keiner der fünf seine oder ihre Kommentare in populären Blogs und erst gehäuft auftretende Schlagwörter und die Signatur „what are you in2?“ haben Alexander Svensson von Wortfeld und Marco Maas von themaastix auf die fünf aufmerksam gemacht.

Die Geschichte der Enttarnung haben die beiden in ihren Blogs festgehalten:

Teil 1, Teil 2.

Besonders erfolgreich war die Kampagne indes nicht. Unter der Maske fünf trendiger Twens kamen die Botschaften nicht so erfolgreich an wie erhofft – und ohne Maske ernten die Blogger vor allem Hohn und Paragraphenkommentare.

Dennoch: Dies ist nicht der erste Fall getarnter Werbung, das Internet als Werbefläche gewinnt an Popularität. Ob solche Blogeinträge, Werbung in Spielen oder auf Wikipedia Aufmerksamkeit auf das Produkt ziehen (und wie viel und welcher Art), sei mal dahingestellt. Mir zumindest kommt das Ganze eher lästig vor.

Wie der allergrößte Teil herkömmlicher Werbung auch.

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