Kino und Co. KG

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Sie vertreiben die Zeit bis der Film anfängt, sind layouttechnisch und optisch ansprechend und umfangreicher als ich es gedacht hätte. Und doch würde sich wohl kaum jemand eine greifen, wären sie nicht komplett kostenlos. Kinomagazine wie “Kino & Co.”. 

Ihr inhaltlicher Auftrag ist klar: Informieren über die Kinostarts des nächsten Monats. Auch Game-Releases werden in den mir vorliegenden Ausgaben 134 und 135 zwei bzw. vier Seiten eingeräumt. Jeweils drei Seiten gehen an recht typischen Hollywood-Star-Klatsch im Stile von Boulevardmagazinen verloren, es folgt jeweils ein einseitiges Interview (hier: Daniel Radcliffe und Sönke Wortmann). Das Gros des Inhalts dreht sich um Filme, je höher das Budget bzw. der zu erwartende box-office eines Films, desto größer der Artikel.

Die hierzu publizierten Artikel könnte man in die Textgattung Filmrezension einordnen, wären sie auch nur in irgendeiner Form kritisch. Unproblematisch, ohne die durch die Aufmachung geweckte Assoziation, man hätte es mit einem unvoreingenommen Artikel zu tun. Unproblematisch nur für geübte Mediennutzer. Gut für high-budget Produktionen mit Augenschmaus-Faktor und wenig Tiefgang, schlecht für kleinere Indie-Produktionen, die, wenn überhaupt aufgegriffen, natürlich auch gut wegkommen, aber viel unscheinbarer sind. Nicht eimal im Artikel zum CGI-Spektakel “Battleships” (mit Rihanna in einer großen Rolle…) ist wie in der gesamten Ausgabe des Magazins auch nur der leiseste Anflug von Kritik, etwa an fehlender Originalität oder Leistung der Schauspieler, zu vermerken, obwohl der Film von Kritikern einschlägig zerrisen wird. Ein Beispiel. 

Fazit: Magazin beim nächsten Kinobesuch mitnehmen, kurz überfliegen was auch nur annähernd interessant für einen ist, daheim dann damit den Ofen beheizen und echte Kritiken lesen.

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