„ Gefällt mir“ – aber was dann?

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Facebook scheint ja mit seinen insgesamt 900 Millionen Nutzern weltweit, eine wahre Goldgrube für Firmen zu sein, die auf der Plattform ihre Werbung schalten. Man überlege sich, wie günstig es doch sein muss, eine kleine Verlinkung auf der Plattform eines jeden Nutzers zu schalten. Da jeder Nutzer durch seine persönlichen Angaben und seine „ gefällt mir“ Klicks sein eigenes Profil für Marketingexperten bereitstellt. Das bedeutet dann wohl zielgerichtete Werbung: für Mädchen und junge Frauen reichlich Modewerbung und für ledige Menschen mit dem Status „ Single“ Partnerbörsenwerbung und für Jungs und Männer sportliche Werbung. Alles ganz einfach oder?

Leider nicht, denn eine Untersuchung von Marin Software hat ergeben, dass in Deutschland und in den USA nur auf 0,06 Prozent der gezeigten Reklame im Durchschnitt geklickt wird.
Woran könnte das liegen?
Meiner Meinung nach, liegt es vor allem daran, dass die Werbung recht unscheinbar am rechten Rand erscheint und auch wenn es zielgruppenorientiert wirkt, es häufig einfach nicht interessiert. Es ist lästige Werbung, die man sich selbst nicht aussucht. Da „zappen“ nicht geht, hilft eigentlich nur wegschauen und ignorieren.

Anders sieht es bei den Marken oder Produkten aus, die man durch ein „gefällt mir“ „liked“ und somit Werbung der Marke auf dem Neuigkeiten Feld aktiviert. Für mich ist diese Art von Werbung um einiges zielgruppenorientierter, da der Facebook Nutzer selbst die Marke durch ein „gefällt mir“ kontaktiert und sich über diese informiert.

Jedoch ist auch diese Art von Werbung nicht verkaufsorientiert. Da der Facebook Nutzer nicht primär am Kauf interessiert ist nur weil ihm eine Marke oder ein Produkt „gefällt“.
Laut Matthias Schrader, dem Chef der Werbeagentur Sinner Schrader, ist Google effektiver beim Gewinn von Kunden. Da man zielgerichtet sucht und bei Interesse auf einer Seite bleibt und gegebenenfalls etwas einkauft.
Dem kann ich nur zustimmen, meist stoße ich nicht durch Zufall auf ein Produkt, sondern weil ich zielgerichtet danach suche.

Bei Facebook ist aber noch lange nicht alles verloren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Möglichkeiten gibt Werbung auf der Plattform zu optimieren und vielleicht sogar eine interne Suchmaschine zu integrieren.

http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:werbung-auf-facebook-gefaellt-mir-aber-kauf-ich-nicht/70038508.html

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