Madeleine McCann – noch immer vermisst, das Medieninteresse ist ungebrochen

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Wir alle werden uns wohl noch an die kleine Maddy McCann erinnern, die bereits seit dem 3. Mai 2007  vermisst wird.
Vor 8 Tagen jährte sich ihr Verschwinden nun zum vierten mal. Noch immer geben die Eltern die Hoffnung nicht auf.

Der Fall dieses kleinen Mädchens hat für weltweites Mitgefühl und Entrüstung aber auch für so manche Diskussion gesorgt. Durch die gut geplante PR der Eltern ist die tragische Geschichte der kleinen Madeleine inzwischen fast jedem ein Begriff.
Als Maddy im Jahr 2007 aus ihrem Bettchen in dem Urlaubsort Praia da Luz, in Portugal verschwand, war umgehend mit der Suche begonnen worden. Bereits am Tag nach der Entführung traten die Eltern mit einem TV Apell an die Öffentlichkeit.
Es gibt inzwischen eine Internetseite, die von der Familie unterhalten wird und über aktuellste Neuerungen in der Berichterstattung und bei den Ermittlungen berichtet.
In einem Online-Shop werden Armbänder und T-shirts mit dem Konetrfei der verschwundenen Maddy vertrieben (um die Suche nach dem Kind weiterhin finanzieren zu können).
Im Jahr 2007 hatte das Ehepaar Mc Cann eine Audienz beim Papst im Zuge derer ein Foto der kleinen Madeleine gesegnet wurde.
Doch nun, zum 4. Jahrestag der ergebnislosen Suche nach Madeleine fangen so manche Berichterstatter an zu fragen, wann es denn genug sei.  Die verzweifelte Suche der Eltern, vor allem der Mutter Kate McCann, hat sich für Teile der Öffentlichkeit zu einer Odyssee gewandelt.
Natürlich sollte man sich als Kritiker auch die Frage stellen, ob man denn überhaupt den Schmerz der Familie nachvollziehen könnte. Denn, wer nicht etwas vergleichbares erlebt hat, wird die Zielstrebigkeit und den fast schon an Wahn grenzenden Ehrgeiz der Familie schwer verstehen können.
Nichts desto trotz wird der Familie vorgeworfen, sich zu sehr auf die Medienwirksamkeit der Spendenkampagnen und öffentlichen Apelle zu konzentrieren.
Goncalo Amaral, der ehemalige Chefermittler, stellte sogar die Behauptung auf, die Eltern hätten das Kind selbst ermordet und mit dem Medienrummel versucht, alles zu vertuschen. 2009 veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Die Wahrheit der Lüge“.

Der medial sehr wirksame Auftritt von Maddys Eltern und das Durchhaltevermögen mit welchem sie nach ihrer Tochter suchen hat einerseits vielen Menschen imponiert, andererseits auch so manchen Beobachter verstört.
Eines bleibt fest zu halten: Die Medienkampagne, die sich im laufe der Zeit  entwickelt hatte, wird wohl weiter ihres Gleichen suchen und im besten Fall kann sie wirklich beim Auffinden der kleinen Maddy helfen.

Online Quellen:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,759388,00.html (Artikel: “das unvergessene Kind”, Stand: 11.05.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Vermisstenfall_Madeleine_McCann (Artikel: “Vermisstenfall Madeleine McCann”, Stand: 11.05.2011 )

http://www.findmadeleine.com/updates/index.html (Der Blog der Eltern, Stand: 11.05.2011)

http://www.n24.de/news/newsitem_6865039.html

http://www.netzeitung.de/vermischtes/640110.html (Artikel, wenige  Tage nach dem Verschwinden, 06.05.2007: “Britisches Kind aus Hotel in Portugal entführt”, Stand: 11.05.2011)

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