Oscars 2010: The Hurt Locker großer Sieger, Avatar schwach

geschrieben von Marco in Allgemeines1 Kommentar »

Am gestrigen Abend im Kodak Theatre in Hollywood sahnte Kathryn Bigelow’s Kriegs-Drama „The Hurt Locker“ sechs Academy Awards ab, darunter „Bester Film“ und „Beste Regie“ und schlug damit den für neun Oscars nominierten „Avatar“ von James Cameron, der es im Endeffekt nur auf drei der beliebten Goldstatuen brachte. Bigelow ist damit die erste Frau aller Zeiten, die einen Oscar für die beste Regieleistung erhält.

Der restliche Abend hielt, wie fast jedes Jahr, relativ wenig Überraschungen bereit. Christoph Waltz gewann hochverdient als „Bester Nebendarsteller“ für seine diabolisch gute Leistung in „Inglorious Basterds“, Sandra Bullock wurde als beste Hauptdarstellerin für „The Blind Side“ geehrt, und der charismatische Jeff Bridges erhielt bei seiner fünften Nominierung endlich seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller im Musikdrama „Crazy Heart“. Der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging wider Erwarten einiger nicht an Michael Hanekes wunderbar gefilmtes Drama „Das weiße Band“, sondern an den argentinischen Mitstreiter „El Secreto de Sus Ojos“. Pixars „Up“ gewann wenig überraschend als bester Animationsfilm.

Obwohl die Academy Awards generell immer mehr an Respekt verlieren und ein Oscar lange nicht mehr unbedingt für wirkliche Qualität stehen muss, ist es immerhin erfreulich zu sehen, dass ein vergleichsweise kleiner Film wie „The Hurt Locker“ den kommerziell erfolgreichsten Film aller Zeiten „Avatar“ wohl verdientermaßen schlagen konnte. Neue 3D-Technik hin oder her, der Inhalt sollte auch berücksichtigt werden, und es wäre wohl schlicht und einfach unberechtigt gewesen dieser beeindruckenden Technikdemonstration von James Cameron mehr als die erhaltenten drei Statuen zu überreichen. Ob „The Hurt Locker“ tatsächlich der beste Film des Jahres war, steht da natürlich wieder auf einem anderen Blatt und ist streitbar, aber zum Glück ist das immerhin noch eine Frage des Geschmacks eines jeden Einzelnen…

Zweifelhafter Internet- und Fernsehauftritt der Journalistin Beate Krafft-Schöning bei SternTV

geschrieben von FrankTheTank in AllgemeinesKeine Kommentare »

Thema in der gestrigen Ausgabe von SternTV bei RTL waren die allzu unsicher anmutenden und gefährlichen sozialen Netzwerke wie SchülerVZ, Facebook, WKW, Lokalisten usw.. Am Einzelfall eines 14-jährigen Mädchens, die mit über 600 Freunden in ihrem SchülerVZ-Account mehr Freunde und Bekannte gesammelt hatte, als sie real wirklich kennt und dann durch recht freizügige Herausgabe ihrer Telefonnummer eines Nachts von einem Drohanruf in Angst und Schrecken versetzt wurde, zeigt sich natürlich schon die Gefahr dieser Netzwerke, in denen man wahllos Internetfreunde finden kann, die man aus der Realität gar nicht kennt, und diese dann an das eigene Leben ranlässt (mit Handynummer z.B.).

Der Drohanruf stellte sich dann im Nachhinein doch als dummer-Jungen-Scherz von dem Mädchen bekannter Jungs heraus und kann somit eigentlich gar nicht zur Verdeutlichung dieser Gefahren im Netz herangezogen werden.

Jedoch davon mal abgesehen, ist die Debatte ja nicht ohne Signifikanz: wie sollte/kann der Mensch, in unserem Fall das noch nicht ‘ausgereifte’ (Entschuldigung für die Wortwahl) Kind verantwortungsvoll mit dem Management seiner persönlichen Präsentation im Internet umgehen, ohne dass er/sie dabei Gefahr läuft, dass das reale Leben Schaden davon trägt.

Für mich hat dies maßgeblich mit der individuellen Medienkompetenz zu tun, die im Eltern-Kind Verhältnis von den Eltern vermittelt werden muss. Es hat keinen Sinn, alle Wege der Kinder, die sie in ihrem Account gehen, scharf mitzuverfolgen, sie auf Schritt und Tritt zu begleiten und damit einer absoluten Kontrolle zu unterstellen. Die Journalistin Beate Krafft-Schöning und Begründerin der Initiative „Netkids“ (www.kindersindtabu.de) sieht das eher aus dieser ziemlich konservativen Sicht und mahnt zu strenger Kontrolle der Kinder im Internet an. Sie scheint zu vergessen, dass dies überhaupt nicht möglich ist. Das Internet ist überall, die Kinder werden es früher oder später auch überall und alleine nutzen (können), deswegen ist das einzig Sinnvolle -wie oben schon erwähnt- eine vernünftige Erziehung zu verantwortungsvoller und eigenständiger Medienkompetenz.

Im auf die Sendung folgenden Chat stand Krafft-Schöning dann noch Rede und Antwort. Naja, mehr oder weniger: sie gab recht flapsige Antworten und nutzte unzählige Male ‘…’ und ‘:-)’ für alles und jede Antwortverlegenheit. Schon klar, dass das ein Chat war und ihr sehr wenig Zeit zum Antworten blieb, doch ist da meiner Ansicht nach schon ein Stück mehr Professionalität erfordert. Besonders wenn sie selbst kleinere und größere Anfeindungen an ihre Person stets beantwortete und dagegen ernst gemeinte Diskussionsanstöße (kann jetzt leider nur von meinen berichten) unter den Tisch fallen ließ, was dazu führte, dass diese nicht mal gepostet und dadurch öffentlich nicht sichtbar wurden.

Für mich hat Krafft-Schöning sich selbst diskreditiert. Das Netz wird sie und ihren überholten Konservativismus wegfegen wie nichts.

Moderator für die Online-heute-Nachrichten Teil II

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Internet, NachrichtenKeine Kommentare »

Im zweiten Teil der Beobachtungen zum Einsatz eines Moderators bei der Online-Version der heute Nachrichten soll  ein kurzer Überblick über die bisher feststellbaren Merkmale dieser neuen Präsentationsweise gegeben werden. Dies geschieht im ständigen Vergleich mit der Tagesschau in 100 Sekunden der ARD. Sämtliche Einschätzungen sind dabei natürlich mit Vorbehalt zu betrachten, da auf Grund der zeitlichen Nähe der Umstellungen nur erste Auffälligkeiten wiedergegeben werden können.

Die heute Nachrichten lassen ihren Moderator pro Sendung insgesamt vier Mal auftreten: am Anfang zur Begrüßung und Anmoderation des ersten Beitrags, als Zwischenmoderation zwischen zwei Beiträgen, vor dem Wetter und am Schluss zur Verabschiedung. Die Tagesschau setzt ihren Moderator sparsamer ein, im Durchschnitt ein bis zwei Mal pro Sendung.

Durch den Einsatz eines Moderator ergeben sich mehr Variationen für die Präsentation der Nachrichten: diese können nun entweder komplett durch den Moderator oder komplett durch Film, Foto oder Grafik dargestellt werden, oder eben durch eine Kombination beidem. Während die Tagesschau nur in Einzelfällen auf letztere Möglichkeit zurückgreift, zeigt sich diese bei den heute Nachrichten sehr gehäuft. Dabei besteht allerdings die Gefahr, dass die Sendung unruhiger wird, wenn der Moderator mitten im Satz durch Bewegtbilder ersetzt wird. Zudem ist fraglich, inwiefern es für den Zuschauer vor den Wetternachrichten hilfreich ist, den Moderator zu sehen, wenn doch die Betrachtungszeit für die Wetterkarte in diesen 100-Sekunden-News ohnehin nur sehr begrenzt ist.

Wie man sieht, gibt es noch einige bedenkliche Aspekte in dem neuen Ansatz zur Nachrichtenpräsentation bei heute in 100 Sekunden. Man darf gespannt sein, welche Elemente sich etablieren und welche bald wieder verschwinden oder abgewandelt werden.

_____________________________

Anmerkung:

Sämtliche Angaben basieren auf eigenen Beobachtungen der Sendungen heute in 100 Sekunden und Tagesschau in 100 Sekunden.

Quellen:

http://www.zdf.de/

http://www.tagesschau.de/

Moderator bei den 100-sekündigen heute-Nachrichten

geschrieben von s2jurose in Allgemeines, Fernsehen, Internet, NachrichtenKeine Kommentare »

Seit vorgestern, dem 1. März 2010, haben die Online-heute-Nachrichten ein neues Gesicht – oder besser gesagt, mehrere. Denn der Kurzzusammenschnitt wird ab sofort von Moderatoren präsentiert. Damit beendet das ZDF die bis dato in Netz andauernde Phase des Nachrichtenverlesens aus dem Off und nähert sich auf diese Art der Präsentationsweise der ARD an. Diese besetzt ihre Tagesschau nämlich wie in der TV-Ausgabe mit einem Sprecher. Dass sich nun auch die heute Nachrichten einen Moderator im WWW leisten, lässt sich auf unterschiedliche Gründe zurückführen. Über einige davon soll an dieser Stelle spekuliert werden.

Zum einen ist es kein Geheimnis, dass Redaktionen bemüht sind, ihre Nachrichten zu personalisieren.  Dies geschieht nicht nur auf der Beitragsebene, sondern eben auch auf der der Präsentation. Für den Zuschauer ist es einfacher, eine Sendung zu akzeptieren und sich mit ihr zu identifizieren, wenn sie von einer real existenten Person präsentiert wird (vgl. Brosius 1998, S. 288) -  auch wenn diese für ihn, wie in diesem Fall, nur virtuell erlebbar ist.

Als zweiter Punkt ist zu vermuten, dass das ZDF seine Sendung für den Zuschauer kurzweiliger gestalten möchte. Durch den Einsatz des Moderators ergeben sich neue Präsentationsmöglichkeiten und -kombinationen, und die Sendung wird abwechslungsreicher.

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass der Moderator durch seine Mimik und Gestik gewisse Möglichkeiten hat, die Intention eines Beitrags zu unterstützen. Auch wenn dies vielleicht zunächst als marginaler Aspekt anmuten mag, kann gerade hier eine Brücke zu den Gedanken und Empfindungen des Rezipienten geschlagen werden.

Viele neue Möglichkeiten also, die sich heute in 100 Sekunden hier bieten. Mal schauen, was noch so kommt.

Quellen:

http://www.zdf.de/

Brosius, Hand-Bernd (1998): Politikvermittlung durch Fernsehen. Inhalte und Rezeption von Fernsehnachrichten. In: Klingler, Walter [u.a.] [Hrsg.]: Fernsehforschung in Deutschland. Themen – Akteure – Methoden. Nomos Verlagsgesellschaft: Baden-Baden

Fernsehnachrichten im Januar: Erdbeben in Haiti wichtiger als hiesiges Winterchaos

geschrieben von lind2401 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Das Institut für empirische Medienforschung (IFEM) in Köln hat die deutschen Fernsehnachrichten im Januar einer Inhaltsanalyse unterzogen. Bei der Analyse konnte gezeigt werden, dass das Erdbeben in Haiti das Topthema in nahezu allen Sendungen darstellte. Die Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT.1 verwendten demnach insgesamt 281 Minuten auf die Katastrophe in der Karibik. Auf Rang 2 der Topthemen rangierte das Winterwetter und die chaotischen Verkehrsverhältnisse in Deutschland mit 189 Minuten.

Weitere wichtige Themen im Januar waren der Afghanistan-Konflikt (89 Minuten), sowie der Streit über die Steuerpolitik (44 Minuten). Die Gewichtung der Themen verlief bei den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern zum großen Teil sehr ähnlich. Lediglich bei den Sat.1 Nachrichten war nicht Haiti, sondern das Winterwetter das Hauptthema im Monatsverlauf.

Quelle: http://politik-digital.de/infomonitor-januar-2010-erdbeben-in-haiti-war-topthema-der-fernsehnachrichten-im-januar

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Der Auftrag

geschrieben von stra4202 in Allgemeines, Internet und PolitikKeine Kommentare »

Ja, es gibt ihn, den sagenumwobenen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, der schon so oft so hanebüchen ausgelegt wurde, dass kaum noch jemand weiß, wer von ihm eigentlich profiteren soll. Spätestens seit der hitzigen Debatte um die Tagesschau-App stehen die Zeichen auf Sturm und so manacher fragt sich: “Warum dürfen ARD und ZDF im Internet alles für umme reinstellen?” Gegenfrage:

“Inwiefern dient es dem Gemeinwohl, wenn ARD und ZDF teuer produzierte Inhalte nur für eine begrenzte Zeit (in der Regel sieben Tage) zugänglich machen dürfen? Inwiefern ist es in meinem Interesse, dass Inhalte, die ich mit meinen Gebühren bezahlt habe, mir nur vorübergehend und nicht auf allen Plattformen angeboten werden?”

wundert sich Stefan Niggemeier und hat um diesen wunderbaren Denkanstoß herum das ganze Elend der Debatte ausgebreitet.

Streit um Onlineauftritt der Tagesschau ebbt vorerst nicht ab

geschrieben von lind2401 in Allgemeines, Fernsehen, Internet, Nachrichten1 Kommentar »

Der Hamburger Verlag Gruner+Jahr steht kurz vor einer Klage gegen den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Dies berichtet das Branchenmagazin “Werben & Verkaufen”. Grund für die Klage: Der NDR-Rundfunkrat möchte der Web-Präsenz tagesschau.de größere Möglichkeiten zur Erweiterung geben, das Portal soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Den deutschen Verlagshäusern missfällt dieser Beschluss. Sie werfen dem NDR vor, sich nicht an den neuen Rundfunkstaatenvertrag zu halten. Tagesschau.de setze sich über bestehende Richtlinien für öffentlich-rechtliche Angebote im Internet hinweg. Derzeit prüft der Verlag die rechtlichen Schritte. Ob es zu schließlich zu einer Klage bei den Verwaltungsgerichten kommen wird, ist bislang noch offen.

Quellen:

http://www.wuv.de/

http://www.medienhandbuch.de/news/gruner-jahr-erwaegt-angeblich-klage-gegen-den-ndr-34659.html

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Zu Gast in der “Grünen Hölle” – Besuch beim ZDF in Mainz

geschrieben von Cletus in Fernsehen, NachrichtenKeine Kommentare »

Viel wurde darüber berichtet, sei es in anderen Medien oder auch in der Eigenwerbung des ZDF. Die “Grüne Hölle” wie viele das neue 30 Millionen € teure Nachrichtenstudio des ZDF nennen hat seinen Namen nicht von ungefähr. Geschwungen auslaufende grüne Wände, ein gründer Boden und eigentlich überall grün wo man hinschaut, bis auf einem schmalen Spalt gegenüber dem Blickfeld der Moderatoren. Und in Mitten allem Grüns ein dominanter Holztisch.

Am vergangenen Freitag hatten wir die Ehre im Zuge einer MPÜ eine Führung durch das ZDF und was nicht jedem vergönnt ist auch durch dieses neue Nachrichtenstudio zu bekommen. Vorab JA es ist beeindruckend zu sehen wieviel Technik in diesem Studio sitzt. Von der vollautomatischen Deckenbeleuchtung über die Kameraroboter bis zum riesigen Regieraum. Allerdings muss auch hier die leicht kritische Frage gerechtfertigt bleiben: “Braucht man denn so viel Technik um Nachrichten zu präsentieren oder ist das einfach nur Spielerei?”. Werden Nachrichten wirklich besser, wenn ich ein 3D-Modell eines Flugzeuges, Autos oder sonst was ins Studio einbinden kann? Wenn der Moderator mit virtuellen Gegenständen rumhantiert? Bisher schöpft das Studio auch in “Eigenkritik” des Senders noch lange nicht das gesamte Potenzial des Studios aus und so muss auch erst die Zukunft zeigen, ob das Studio die Nachrichten wirklich verständlicher und trotzdem sachlich präsentieren kann. Dies wird die Aufgabe der Verantwortlichen sein, auch in Anbetracht der großen Summen, die dieses neue Studio verschlungen hat.

Wie bereits geschrieben hat mich das Studio sehr beeindruckt, allerdings bleibt für mich immer noch die Frage ob wir nicht “bloß” Nachrichten präsentiert bekommen?

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Die “Junge Welt” – Medienbeobachtung

geschrieben von manu4201 in Allgemeines, PrintmedienKeine Kommentare »

Die Junge Welt ist eine marxistische Tageszeitung, die sich selbst als Teil einer linken, unabhängigen Gegenöffentlichkeit versteht.

Sie wurde am 12. Februar 1947 in der damaligen sowjetischen Besatzungszone gegründet und erschien zunächst wöchentlich, ab 1952 täglich. Die Zeitung war Organ des Zentralrates der Freien Deutschen Jugend und war noch vor dem SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ die auflagenstärkste Tageszeitung der DDR.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde die Junge Welt privatisiert.

Heute erreicht die Zeitung nach eigenen Angaben etwa 50 000 Leser. Seit 2006 ist die gesamte Ausgabe im Internet kostenfrei erhältlich. Auf der Internetseite werden im Monat durchschnittlich etwa 3,4 Millionen Seitenaufrufe gezählt.

Der Verfassungsschutz des Bundes beobachtet die Junge Welt, da diese als „ein bedeutendes Printmedium im linksextremistischen Bereich“ betrachtet wird. Sie pflege eine „traditionskommunistische Ausrichtung und propagiert die Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft“ . Darüber hinaus könne ein Großteil der Autoren dem „linksextremistischen Spektrum“ zugeordnet werden.

Es wird beispielsweise die Berichterstattung über Guerilla- und Terrororganisationen , wie der FARC oder der ETA ,angeprangert. Diese würden wohlwollend behandelt, oder gar als „Befreiungsbewegungen“ angesehen werden.

Die Junge Welt selbst sieht ihren Schwerpunkt in der Kritik des Neoliberalismus, der Bekämpfung des Neofaschismus, Antisemitismus und Fremdenhasses, sowie einer differenzierten Behandlung der DDR. Innenpolitisch werden vor allem sozialpolitische Themen wie die Reformpolitik, Sozialabbau oder Arbeitskämpfe angesprochen, in der Außenpolitik überwiegt der antiimperialistische Ansatz.

Endlich beantwortet eine Suchmaschine alle Fragen

geschrieben von s2pesaue in Internet, Medienwandel, Zukunft des Internet1 Kommentar »

Google war gestern. ehow.com repräsentiert die Suchmaschine der Zukunft. Jeder weiß wovon ich rede und jeder hat bestimmt schon mal einige Minuten damit verbracht irgendwelche Dinge zu „googeln“. Bei einzelnen Begriffen wird man meistens schnell fündig. Allerdings scheint google bei zusammenhängenden Fragen oft ein wenig überfordert. Hierbei könnte ehow.com Abhilfe schaffen. Gibt man dort zum Beispiel die Frage ein, wie man ein Auto mit Automatikschaltung fährt, erhält man einen 6-Punkte-Ablaufplan inklusive weiterer nützlicher Tipps. Mittlerweille hat auch google seine Suchparamater angepasst. Zudem strebt ehow.com eine Topplatzierung bei den google-Suchergebnissen an. Interessant ist aber vor allem auch das Konzept, welches sich hinter ehow.com verbirgt. Denn im Prinzip versucht ehow.com journalistisch „leichte Kost“ verpackt mit gezielten Werbeangeboten an den User zu bringen. Hinter dem Projekt steckt übrigens Richard Rosenblatt, der sich bereits mit seiner Sozialnetzwerk-Plattform MySpace vor einigen Jahren eine goldene Nase verdient hat. Auch für das Suchmaschinenprojekt gelang es ihm wieder zahlungskräftige Investoren an Land zu ziehen. So stellte Goldman Sachs 355 Millionen Dollar für die Finanzierung zu Verfügung. Allerdings soll Yahoo bereits 2008 an die 2 Milliarden Dollar für Rosenblatts neues Projekt geboten haben.  Rosige Zeiten…

Quellen:

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E6EA904DBFFEB439790CADE0E9AF8C53D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

http://www.ehow.com/how_2239466_drive-car-automatic-transmission.html

taz-Erstleserbericht – Die Zweite (I)

geschrieben von s2fadeng in AllgemeinesKeine Kommentare »

Wie ein Seminarkollege schon einige Wochen zuvor, habe auch ich mich ohne Vorkenntnis an die taz gewagt, um mir ein ganz persönliches Bild zu machen.

Doch bevor ich mit der Lektüre beginnen konnte, musste erst die Beschaffungsfrage geklärt werden.
Täglicher Zeitungskauf in Kiosk oder Supermarkt erschien mir zu lästig, also fiel die Wahl auf bequeme Lieferung per Abo. Für gerade einmal 10 Euro erhielt ich nach problemloser Onlineanmeldung für ganze 5 Wochen die TAZ zur Probe, ohne befürchten zu müssen in die Abofalle zu tappen. Denn taz-Abos verlängern sich grundsätzlich nicht automatisch.

Lustigerweise erhielt ich an den ersten drei Tagen die FAZ, statt der taz…krakeliger Handschrift des Trierer Lokalvertriebs sei Dank. Nach einem Anruf bei einer äußerst charmant berlinernden Mitarbeiterin (“Keen Problem junger Mann, det krien wa schon hin”) erhielt ich dann aber schon am nächsten Tag wie gewünscht das korrekte Blatt.

Positiv angetan war ich sofort vom typischen “Berliner Format”, das mit 282 x 430 mm gut in der Hand liegt und auch in beengten Zugabteilungen umblättern ohne versehentlich Kinnhaken ermöglicht. Auch am Frühstückstisch erwies sich die Unaufdringlichkeit der taz im Vergleich zu ihren protzigen Kollegen als durchweg positiv, um nicht vor lauter Papier den Überblick über verfügbaren Brotbelag und Kaffeetasse zu verlieren.

Die Titelseite präsentiert sich auf den ersten Blick klassisch. “die tageszeitung” ziert auf markantem roten Untergrund samt “Tazze”-Logo den Kopf des Blattes, gekrönt von einem meist mit Bild versehenen Verweis auf ein hervorhebenswertes Thema, das aber nicht ganz zum Aufmacher gereicht hat.

Dieser dominiert mit einem farbigen Bild durchschnittlich 50% bis 2/3 der Titelseite und wird meist mit einem begleitenden Kommentar am Boden ergänzt. Insgesamt wirkt die Seite aufgeräumt, kurze Meldungen flankieren den Titel rechts, links säumt ein Überblick über diverse Themen das Bild, Seitenzahl zum direkten Weiterlesen inklusive.
Das fehlende Inhaltsverzeichnis mag zwar ungewohnt erscheinen, vermisst wird es nicht.

Ein Blick in die linke untere Seitenecke verwies mich nicht auf den exakten Inhalt oder den Wetterbericht, sondern auf Kontaktinformationen zum Abo und Redaktionsadresse. Ein bisschen gestolpert bin ich dort über die angepriesene Zahl der “GenossInnen, die in die Pressefreiheit investieren”. Genossen und Binnen-I, die taz steht zu ihrer politischen Gesinnung und der Brief zum Abo prophezeit: “Manchmal werden Sie sich über die taz wundern oder sogar ärgern”…Jetzt war ich endgültig gespannt was die taz mir zu bieten hatte.

Versprecher bei der Tagesschau

geschrieben von s2pelenz in Fernsehen2 Kommentare »

Oh Mann, wie lustig. Wie tief hat denn der Kommentar-Sprecher der ARD ins Glas geguckt?

In der gestrigen Tagesschau war ein kurzer Bericht über den Karneval in Köln zu sehen. Dabei verhaspelte sich der Sprecher zunächst bei dem Wort „traditionell“ und dann fabulierte er sich ganz eigene Wörter im Bezug auf die Umzüge zusammen. Zu sehen in der ARD Mediathek – Tagesschau 14.02.2010, 20:00 Uhr.

Herrlich, vor allen Dingen da es sich ja nicht um eine Live-Übertragung sondern um eine Aufzeichnung handelt, man hätte ja die Möglichkeit zur Korrektur gehabt.

Passt ja zum Karneval. Als dann, Helau!

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Kampf um das Internet

geschrieben von Tristan Tarpani in Internet und Politik1 Kommentar »

Quelle: www.flickr.com (LucasDime)

China gilt als aufstrebende Weltmacht. Die florierende Wirtschaft steht in krassem Kontrast zu den negativen Schlagzeilen aus dem Reich der Mitte: Zensur und Menschenrechtsverletzungen gehören zum Alltag. Jetzt zieht auch Google die Konsequenzen aus den rabiaten Methoden des Staates – und ruft die amerikanischen Geheimdienste zu Hilfe. Resümee eines Cyberkrieges im 21. Jahrhundert.

Es ist kein Geheimnis, dass das Internet ohne Google nicht vorstellbar wäre. Die geniale Idee, die Hypertextualität der Inhalte mathematisch auszuwerten und aus den gewonnenen Daten auf die Relevanz einzelner Internetseiten zu schließen hat dem Unternehmen eine dauerhaft exponierte Stellung in der Medienwelt beschert. Aktuelle Statistiken attestieren Google einen unschlagbaren Martkanteil von 80% im Segment der Suchmaschinen – diese Dominanz ist wohl vorerst nicht mehr zu durchbrechen. Dass eine solche Marktmacht für viele eine bedrohliche Entwicklung zur Monopolisierung der Suchmaschinen-Branche darstellt erklärt das starke Interesse von Medien jeglicher Art an dem Unternehmen. So findet man bei Amazon die beeindruckende Zahl von 6189 Publikationen rund um den Internetgiganten und auch die folgende Statistik zeigt, dass Google dauerfhaft auf mehr Interesse in der Blogosphäre stößt als beispielsweise Microsoft und Apple.

Blogposts zum Thema Google

Quelle: www.blogpulse.com

Angriff auf die Informationsfreiheit

Weitaus beeindruckender als diese Zahlen ist jedoch der Umstand, dass ganze Nationen den Einfluss von Google fürchten. Am signifikantesten zeigt das wohl die Geschichte, die sich um das Verhältnis von Google zur aufsteigenden Wirtschaftsmacht China rankt und die bei genaurerer Betrachtung eher nach dem Drehbuch für einen Science-Fiction-Wirtschaftskrimi aussieht als nach spröder Informationsvermittlung.

China greift als diktatorischer Staat gerne mal zu unorthodoxen Methoden der Zensur um die Verbreitung gefährlicher staatsschädigender Informationen und die potentielle Bildung von informellen Netzwerken zu unterbinden. Dies widerspricht natürlich deutlich der Unternehmensphilosophie von Google:

“Das Ziel von Google besteht darin, die auf der Welt vorhandenen Informationen zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen.”

Da war es klar, dass es früher oder später zum Eklat kommen muss. Bereits als Google sein Angebot auf China ausweiten wollte gelang dies nur unter der Verpflichtung zur Selbstzensur. Google stand vor einer ideell-ökonomisch geprägten Zwickmühle: Zum einen winkte der lukrative chinesische Online-Werbemarkt mit einem geschätzt möglichen Umsatz von 6 Milliarden US-Dollar in den nächsten Jahren, zum anderen war da eben die Verletzung der Unternehmensphilosophie, welche zu einem bemerkenswerten Image-Schaden führen könnte – vor allem unter Beachtung der eingangs erwähnten detaillierten Berichterstattung. Google ließ sich nun zunächst darauf ein, bestimmte Inhalte freiwillig aus den Suchergebnissen rauszufiltern, wenn man sich mit dieser Entscheidung laut eigenen Angaben wohl auch schwer tat.

Der Cyber-Krieg und seine Folgen

Im Dezember letzten Jahres kam es dann zu einem Hacker-Angriff, der laut den Ermittlungen von Google wohl von der chinesischen Regierung initiiert worden war und neben Google noch 20 weitere international agierende Internetfirmen betraf. Was Google angeht galt der gezielte Angriff dem Email-Service Google Mail und den Postfächern von in China agierenden Menschenrechtsaktivisten, die selbstverständlich ganz oben auf der Liste der unerwünschten Persönlichkeiten stehen. Offenbar wollte China auf unlauterem Wege an Informationen kommen, die bei der “Sicherstellung” dieser Störfaktoren behilflich sein können. Natürlich dementierte der Staat sämtliche Beteiligung an dem Angriff, doch für Google gab es nun nurnoch eine mögliche Konsequenz – die Verpflichtung zur freiwilligen Zensur war nicht mehr länger eine Option, selbst wenn das die Abschaltung der chinesischen Google-Seiten bedeuten würde. Das alles wurde ausführlich im Blog des Unternehmens veröffentlicht.

Was jedoch nicht von Google veröffentlicht wurde: Das Unternehmen plant eine Kooperation mit Amerikas geheimsten und mächtigstem Spionagedienst, der National Security Agency (NSA). Die NSA ist zuständig für die weltweite Überwachung und Entschlüsselung elektronischer Kommunikation und soll Google dabei helfen, die Umstände des Hacker-Angriffes herauszuarbeiten und eindeutig zu klären. Dies geht aus Insider-Informationen aus der Medienbranche hervor.

Die NSA hat in den letzten Jahren aufgrund der Durchführung von verfassungswidrigen Abhör-Aktionen von privaten Telefonanschlüssen ohne richterlichen Beschluss für negative Berichterstattung gesorgt. Und diese Sicherheitsbehörde kooperiert nun ausgerechnet mit dem Unternehmen, welches aufgrund seiner Tendenz zur umfassenden Datensammlung über seine Nutzer als “Datenkrake” tituliert wurde – dystopische Visionen waren die Folge, vor Allem weil die Kooperation größtenteils unter vorgehaltener Hand stattfinden solle. Niemand könne so genau wissen, inwiefern Google der NSA den Zugang zu seinen Daten einräumen würde.

Ausblick auf die Zukunft

Das Fazit aus der Geschichte – die Globalisierung der Kommunikation ist in vollem Gange. In einer Welt, die sich in feingliedrige Bestandteile von hoher Komplexität zerteilt, ist der Informationsaustausch zwischen Individuen, Teilsystemen und Nationen von enormer Wichtigkeit, um die Entgrenzungstendenzen moderner Gesellschaften zu kompensieren. Doch ab und zu ragen kulturelle Schutzwälle auf, die die grenzenlose Freiheit der Kommunikation als Bedrohung ansehen. In Zukunft wird das sicherlich noch öfter zu Konflikten führen, und irgendwann wird man sich auch der Frage stellen müssen, wie viel Einfluss ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie Google eigentlich auf die öffentliche und private Kommunikation haben darf. Man darf gespannt sein.

ZDF – sensiblere Nachrichten?

geschrieben von s2pelenz in FernsehenKeine Kommentare »

Eine Sache die mir schon des Öfteren aufgefallen ist, ist dass die „Tagesschau“ durch ihre Nüchternheit und Aufbau der jeweiligen Nachricht oft unsensibel, teilweise gefühlskalt wirkt. Hierzu ein kurzer Vergleich:
Gestern fand in Dresden eine Demonstration statt, die sich gegen den Missbrauch dieses Gedenktages, der an die Zerstörung Dresdens am 13. Und 14. Februar 1945 erinnert, durch Rechtsradikale richtete. Beide öffentliche Sender berichteten darüber in ihren Nachrichtensendungen „Tagesschau“ und „Heute“ (jeweils die Abendnachrichten um 20:00 Uhr bzw. 19:00 Uhr).
Die „Tagesschau“ erwähnte eingangs, dass es sich um eine Demonstration handelte jedoch wurden die Vorhaben der Neonazis und deren „Aufmarsch“ erst in der zweiten Hälfte der Nachricht, und das mit einem Schnitt der eine neue Nachricht vermuten ließ, gezeigt. Dadurch entstand, meiner Meinung nach, vielleicht auch durch den Wechsel von einem männlichen Kommentator zu einer weiblichen Kommentatorin, der Eindruck als ob es sich jeweils um zwei verschiedene aber nicht miteinander verbundene, sogar gegeneinander gerichtete, Veranstaltungen handelte.
Im Gegensatz dazu, war die Berichterstattung des ZDF logischer aufgebaut: Der Sprecher erklärte zunächst das historische Ereignis, dann die Pläne der Rechtsradikalen und die daraus resultierende Demonstration gegen die Ausbeutung des Gedenktages. Auch die weitere Berichterstattung mit historischen Bildern und O-Tönen aus der, nun älteren, Bevölkerung vermittelten die emotionale Brisanz für die Bevölkerung Dresdens wesentlich besser.
Somit – ein hoch auf das einfühlsame ZDF!

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Bei Metropolis muss man ganz genau hinschauen

geschrieben von kiss2202 in Fernsehen, Medienwandel, SeminarlinksKeine Kommentare »

Zwar nicht, um die neu eingefügten Teile zu entdecken, die die gestern „neu-uraufgeführte Form“ erstmals wieder zum Director´s Cut machte (Auf diese war ja dankenswerterweise vorher hingewiesen worden: Man erkenne sie am kleinen schwarzen Balken am oberen Bildrand … nicht etwa an der – verständlicherweise – schlechteren Bildqualität …), aber man konnte doch feststellen, wie sehr der Fernseher zum Begleitmedium für uns alle geworden ist. Beim Stummfilm ist dies allerdings ein Problem: Widmen wir uns studiumstechnisch den Stummfilmen meist an der Uni, wo wir ihnen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken, ist der Stummfilm zuhause im eigenen Fernseher äußerst ungeeignet, um dabei abzuwaschen oder währenddessen noch einen kleinen Bourdieu-Text zu überfliegen … Man bekommt vom Film NICHTS mit. Erstaunlich, wie oft wir anscheinend lediglich „fernhören“.

Wo ist eigentlich die Schweinegrippe hin?

geschrieben von kiss2202 in Medienkritik, Seminarlinks2 Kommentare »

Wurden wir im letzten Frühjahr bis Herbst überhäuft mit Meldungen zur Schweinegrippe, so verschwanden die Berichterstattungen klammheimlich und keiner hat es gemerkt. Verschwand hier die Krankheit mit den ausbleibenden Nachrichten darüber oder ließen die fehlenden Meldungen diese Grippe aussterben?

Nachdem im April 2009 von der WHO eine Pandemiewarnung aufgrund der in Mexiko entdeckten Variante des Influenza-A-Virus H1N1 verkündet wurde, wurde detailliert über jeden einzelnen Fall und dessen Ausgang berichtet. Im Juni gab die WHO die höchste Alarmstufe (also laut Sechs-Phasen-Plan eine 6 – zum Vergleich: Vogelgrippe kam nur bis zur 3 –) bekannt. Fortan durfte sich jeder Urlauber oder Geschäftsmann auf seiner Reise auch mal im Wärmebild betrachten und allzu hitzige Gemüter wurden aussortiert.

(Worunter übrigens nicht eine meiner Bekannten fiel, die die „swine influenza“ aus der Türkei mit in die Heimat brachte und mir nach drei Tagen Bettruhe erzählte, dass dies die angenehmste Form der Grippe war, die sie je heimgesucht hatte.)

Nachdem endlich ein passender Impfstoff gefunden war, wurde dieser wie wild in vier verschiedenen Präparaten hergestellt und es wurde dazu aufgerufen, sich dringend impfen zu lassen. Doch dann die nächste Schreckensnachricht: Es war dennoch nicht genug Impfstoff für alle da! Also sollten zunächst die wichtigen, lebenserhaltenden Menschen wie Ärzte, Krankenhauspersonal, Feuerwehrmänner und Polizisten geimpft werden und dann die Risikogruppen (Alte, Kinder, chronisch Kranke und Schwangere). Und das ist der Punkt, an dem die neuesten Nachrichten ins Spiel kommen: Die Produktion von Pandemrix &co führte dazu, dass die sonst so nötigen Impfstoffe (Röteln, Masern, Keuchhusten, etc.) vernachlässigt wurden und uns nun vor ein scheinbar neues Problem stellen soll. Schade eigentlich. Hab ich mich doch noch letzte Woche mit einem Freund darüber unterhalten, dass man von der Schweinegrippe so gar nichts mehr hört. Und jetzt das!

Und dabei hätte ich doch ganz gerne etwas über den Ausgang dieser Pandemie an sich erfahren. Aber das scheint ja kein Schwein mehr zu interessieren.

(Natürlich liegt es mir fern, mit dieser Aussage diese Krankheit herunterzuspielen. Das sollte nie getan werden, wo Menschen zu schaden kommen.)

Medien und Politik – Wahlwerbung im Wandel der Zeit

geschrieben von s2mawoll in Allgemeines, Medien und Politik, Medienwandel1 Kommentar »

Der Wahlkampf gilt als der Höhepunkt der politischen Kommunikation. Über die Massenmedien wollen die Parteien ihre Themen und Kandidaten bestmöglich platzieren und stecken daher Millionen in Plakate, Wahlwerbespots und Kampagnen. Mit dem Wandel der Medien hat sich dabei auch die Wahlwerbung immer wieder erneuert: Mit dem Aufstieg des Fernsehens zum “Leitmedium” wurden Wahlwerbespots immer wichtiger, mit der Jahrtausendwende liegt ein neuer Schwerpunkt auf dem Internet als Medium zur Mobilisierung von Wählern. Auch inhaltlich hat sich die Wahlwerbung in 60 Jahren BRD deutlich verändert. Standen in der Nachkriegszeit noch die großen ideologischen Weichenstellungen für das Land im Vordergrund des Wahlkampfes, geht der Trend heutzutage stärker in Richtung der Personalisierung und Entertainisierung.

Eine sehr gelungene und spannende Übersicht über den Wahlkampf im Wandel der Zeit bieten folgende Quellen:

http://www1.bpb.de/methodik/31P06X,0,Wahlplakate_im_Spiegel_der_Zeit.html

“Wahlplakate im Spiegel der Zeit” der Bundeszentrale für Politische Bildung

http://www.youtube.com/view_play_list?p=8225B50D01F7268F&search_query=qual+der+wahl

“Qual der Wahl”: ZDF Online und 3sat-Kulturzeit blicken zurück auf TV-Wahlwerbespots

Marcel Wollscheid

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Ein Zeitungsvergleich III: Inhaltlicher Vergleich der AZ und AN

geschrieben von samm2201 in AllgemeinesKeine Kommentare »

Im vorherigen Post wurde das Layout und Textdesign der beiden Aachener Tageszeitungen, die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten, untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die AN vermutlich ein jugendlicheres Image vermitteln will als das Konkurrenzblatt.

Um die thematischen Übereinstimmungen und Differenzen der beiden Blätter herauszuarbeiten, wurden wie bei der Layoutbetrachtung die jeweiligen Titelblätter einer Woche untersucht. Dabei konnte bei beiden Zeitungen ein eindeutiges Übergewicht an politischen Themen (Inland wie Ausland) festgestellt werden – jeweils durchschnittlich 4 Erwähnungen(Schlagzeilen und Meldungen) pro Titelseite außer dem Hauptthema dieser Woche: Die Studentenproteste.

Über dieses Thema wurde in der AN an 4 Tagen berichtet, drei Mal als Schlagzeile über dem Bruch, ein Mal mit Bild. Freitags wurde mit der Schlagzeile “Seit 100 Jahren erlaubt: Frauen an der RWTH” ein studentisches Thema erwähnt. Die AZ hat über die Studentenproteste insgesamt vier Mal berichtete, die Artikel waren allerdings nur zwei Mal über dem Bruch platziert. In der AN wurde diesem Thema also eine größere Bedeutung zugesprochen.

Ein eindeutig bedeutendes Thema für die AN scheint der Familie- Kinderbereich zu sein. Vier Mal  konnten Schlagzeilen zu diesem Thema insgesamt ausgemacht werden, ein Mal sogar als Aufmacher und und ein weiteres Mal als Schlagzeile über dem Zeitungstitel. In der AZ kamen Schlagzeilen zu diesem Thema nur drei Mal vor, ausschließlich in der Randspalte.

Durchschnittlich haben vier Schlagzeilen pro verglichener Ausgabe übereingestimmt, zu generellen Themenübereinstimmungen auf dem gesamten Titelblatt  kam es durchschnittlich jeweils sechs Mal. Auffällig ist hier wohl die oftmals übereinstimmenden Platzierungen auf der Titelseite – sei es als Schlagzeile oder als Meldung in der Randspalte.

Schlussendlich kann festgehalten werden, dass die Unterschiede zwischen den Zeitungen recht oberflächlich wirken, vor allem bezüglich des Layouts. Auch inhaltlich scheinen keine nennenswerte Unterschiede zu bestehen. Allerdings wirkt die AN sowohl durch das Layout wie auch durch die gelegten Themenschwerpunkte jünger als die AZ, Hauptthemen werden bevorzugt so ausgewählt, dass sich jüngere Leute (Studenten) und Familien angesprochen fühlen, während die AZ eher politische und Wirtschaftsthemen fokusiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung wütet über alleinerziehende Mütter

geschrieben von s2cacald in Allgemeines1 Kommentar »


So ist richtig. Immer feste drauf auf die dreckeligen Sozialschmarotzer! Alleinerziehende Mütter stehen nach dem gehässigen Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter Generalverdacht, die Steuerzahler dreist zu hintergehen, indem sie ungeniert Hartz4-Zuschläge erschleichen.

In dem Artikel werden alleinerziehende Mütter mit 2 Kindern künstlich „reichgerechnet“. Sie seien doch garnicht alleinerziehend, wird unterstellt, der Lebenspartner würde nur listigerweise verheimlicht, würde beispielsweise drei Blocks weiter gemeldet sein oder in der Nachbarwohnung leben.

Über die eigentliche, oft von Not geprägte Lebenssituation der Mütter erfährt man so gut wie nichts. Deshalb ist das für den Geschäftsführer des paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider „kein guter, kein informierender Journalismus“.

Die „taz“-Redakteurin Barbara Dibbusch sagt, „als Redakteur habe man eine Verantwortung, wenn man einen Artikel in die Welt setzt“, da könne man nicht, weil man „genervt ist“ oder irgendwann mal von einer Alleinerziehenden gehört hat, die ihren gutverdienenden Partner verheimlicht, von dem Fall auf alle anderen schließen und „daraus eine Riesengeschichte machen“, denn das sei „ziemlich unverantwortlich“.

Dem kann ich nur beipflichten.

Quelle: „ZAPP: Stimmungsmache gegen Hartz IV“

http://www.youtube.com/watch?v=UQlUlWjqLks

Google bedroht Facebook

geschrieben von s2cacald in Allgemeines2 Kommentare »


Google ist in die Offensive gegangen. Diesmal geht es um das Social-Network-Imperium, das Goole erobern will.

In wenigen Wochen wird  die Neue Funktion „Buzz“ von Google freigeschaltet. Die vereint alle Funktionen, die man sich so wüschen kann: E-mail-dienst, Twitter, Videoplattform, Fotoalbum, und jetzt auch eine Social-Network-Plattform. Um Facebook zu toppen, haben die Macher sich was einfallen lassen: Alle Kommunikationen laufen in Echtzeit, das heisst man kann die Entwicklung auf dem Bildschirm verfolgen. Twitternachrichten und Youtube- Videos werden integrieret, können ohne die Seite zu verlassen benutzt werden. Gleichzeitig ist auch der Mobiltelefon-Service von Google eingebunden. Selbst die GPS-Daten von Handys können abgerufen werden. Verlinkt man die Seite mit einer anderen, saugt sich Google illustrierende Bilder von dieser runter, was den anderen Seiten wohl kaum gefallen dürfte.

Das einzige, was man bei  „Google Buzz“ gegenüber von Facebook noch nicht tun kann, ist Spiele spielen. Also hat Facebook noch eine vermeintliche Schonfrist.

Der neue Anschlag auf die Konkurrenz ist dadurch zu erklären, dass Social-Networks von Google bisher immer gefloppt sind. Beispiel: „Google Orkut“, das außer einigen Usern in Brasilien aus unerfindlichen Gründen niemand zu kennen scheint.

Also die letzte Bastion, die Google noch nicht erklommen hatte.

Quelle:

http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,676961,00.html

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